Zweiter Roter Stadtrundgang – SPD führt durch eine bewegte Geschichte

Der Rote Stadtrundgang der SPD ging am 17.10.2020 in die nächste Runde. Sebastian Siegler (stellv. Vorsitzender des Ortsvereins) begrüßte 18 Genoss*innen. Er sprach in seinen Begrüßungsworten von der Kontinuität des Rechtsextremismus auch über das Ende des Nationalsozialismus hinaus bis in die Gegenwart und zweifelte an der Bedeutung der immer wiederkehrenden Worthülsen wie „Wehret den Anfängen“ und „Alarmzeichen“ im Zusammenhang mit rechter Gewalt.

 

Heiko Schulze führte die Teilnehmenden in einem rund zweistündigen Spaziergang durch die Innenstadt vom Ledenhof, über den Gestapokeller im Schloss zum Gebäude des Juweliers Kolkmeyer in der Georgstraße bis zum Ebert-Erzberger-Rathenau-Denkmal am Herrenteichswall. Im Gestapokeller wurden die Teilnehmenden vom Vorsitzenden des Trägervereins der Gedenkstätte begrüßt und hatten die Möglichkeit, sich die neue Dauerausstellung anzuschauen. Schulze skizzierte an den verschiedenen Orten die Verfolgung von Sozialdemokrat*innen und Gewerkschaftler*innen vor und während des Nationalsozialismus. Heiko Schulzes Ausführungen machten deutlich, wie wichtig der Einsatz gegen antidemokratische Kräfte ist.

Sebastian Siegler ermutigte alle Anwesenden am Ende, sich dem Rechtsextremismus mit seinem parlamentarischen Arm, aber auch seinen Auswüchse bis in die Mitte der Gesellschaft auch im Alltag in den Weg zu stellen.