Besserer Lohnausgleich und mehr Unterstützung für Familien – Betreuungsleistung muss Anerkennung finden!

Young little boy shaking hands with old man. Bild: colourbox

Die Nachricht der Bundesregierung, die bislang bestehende Regelung zur Lohnfortzahlung bei Kinderbetreuung (Verdienstausfall bei notwendiger Betreuung aufgrund behördlich angeordneter Kita- oder Schulschließung) nicht über die geplanten 6 Wochen hinaus zu verlängern, hat bei der Osnabrücker SPD für Verwunderung gesorgt.

Selbst die bestehende Regelung, die einen Ausgleich von 67% des entgangenen Nettoeinkommens vorsieht, bedeutet nach Meinung der Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten erhebliche wirtschaftliche Einschnitte, die überhaupt erst gestemmt werden müssen.
Gerade Alleinerziehende seien bereits jetzt in vielerlei Hinsicht extrem belastet und oft in existenzieller Notlage.

„Aus meiner Sicht hätte der Lohnausgleich nicht nur grundsätzlich beibehalten, sondern bei Alleinerziehenden sogar noch angehoben werden müssen. Für die jetzigen Pläne der Bundesregierung, die Hilfen nicht zu verlängern, kann ich kein Verständnis aufbringen. Sie würdigen in keiner Weise die erheblichen Leistungen und Entbehrungen der Eltern und Familien“, stellt Andre Klekamp, Vorstandsmitglied der SPD Osnabrück klar.

Die Perspektive für Familien in den kommenden Wochen und Monaten sei alles andere als planbar und sicher. Schulen beginnen aus guten Gründen nur zögerlich mit Präsenzunterricht, der Regelbetrieb der Kitas sei nicht absehbar, Betreuungsangebote in den kommenden Sommerferien seien ebenfalls mehr als fraglich. In dieser Situation hält die Osnabrücker SPD die aktuelle Entwicklung für das völlig falsche Signal.

„Die Verlängerung der Maßnahme deshalb abzulehnen, weil Schulen und Kitas behutsam wieder öffnen, ist für mich nicht schlüssig und geht oftmals an der Realität der Familien vorbei. Selbst wenn für einzelne Tage wieder eine Betreuung gewährleistet würde, ist eine vollständige Erwerbstätigkeit immer noch nicht möglich. Ich erwarte in diesen Fällen entsprechende Hilfe für betroffene Eltern“, kommentiert Manuel Gava, Vorsitzender der SPD Osnabrück.

Berufstätige Eltern und Familien mit Kindern sind für die SPD das Rückgrat unserer Gesellschaft, wirtschaftlich wie sozial. Die SPD dankt Ihnen für die herausragenden Leistungen gerade in den letzten Wochen der Krise und fordert die Bundesregierung dazu auf, die Maßnahmen zur Förderung nicht faktisch einzustellen, sondern angemessen und mit Augenmaß auszuweiten!

Denkbar für die Osnabrücker Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten wäre eine ähnliche Herangehensweise wie beim Kurzarbeitergeld, so dass auch hier ein größerer Anteil gezahlt wird, je länger der Bedarf und damit die Notlage der Familien besteht. Auch einen grundsätzlich höherer prozentualer Ausgleich bei Alleinerziehenden würde durch die Osnabrücker SPD begrüßt werden.