Neujahrsempfang 2020

Die SPD Osnabrück hatte am vergangenen Freitag, den 24. Januar 2020, zum traditionellen Neujahrsempfang geladen. Dieser fand erstmals im Osnabrücker Theater statt. Unter den über 200 Gästen waren neben vielen Genossinnen und Genossen aus Stadt und Landkreis Osnabrück auch mehr als 80 Vertreter aus Verbänden, Vereinen und Bürgerinitiativen sowie von der Presse. Der SPD-Unterbezirksvorsitzende Manuel Gava eröffnete den Abend mit einem Plädoyer für ein stärkeres Miteinander in Osnabrück. Es könne nicht sein, dass aus politischem Kalkül Gräben ausgehoben werden. Dies gelte insbesondere auch für die im letzten Jahr von der CDU angestoßene Diskussion um das sogenannte „Bulgarenviertel“ im Stadtteil Schinkel. Gava stellte klar, dass Probleme benannt werden müssten, grobe Pauschalisierungen aber der Stadt schaden würden. Insbesondere der Stadtteil Schinkel sei ein Beispiel dafür, wie Integration funktioniere. In einer Stadt wie Osnabrück, in der mehr als 50.000 Menschen einen direkten Migrationshintergrund hätten, sei es wichtig miteinander, statt übereinander zu sprechen.

Auch der Osnabrücker Landtagsabgeordnete und niedersächsische Innenminister Boris Pistorius betonte die Wichtigkeit des Miteinanders. Dies gelte stadtintern, aber auch parteiintern. So rief er die versammelten Genossen dazu auf, dem neuen Führungsduo der Bundespartei Zeit zur Eingewöhnung und die Chance zur Profilbildung zu geben. International verwies Pistorius insbesondere auf die Notwendigkeit, die untragbaren Zustände in den Flüchtlingslagern in Griechenland zu beseitigen. Unter dem Applaus der Anwesenden stellte er klar, dass Niedersachsen daher minderjährige Flüchtlinge aus diesen Lagern nach Deutschland holen werde. Man könne nicht darauf warten, dass erst europäische Regeln und Verteilungsschlüssel gefunden werden. Man müsse handeln, weil das Leid der zum Teil noch Kleinstkinder in den Lagern einfach unerträglich sei.

Als weitere Redner stellten der SPD-Europaabgeordnete Tiemo Wölken, der SPD-Landtagsabgeordnete und Fraktionsvorsitzende der SPD im Osnabrücker Rat, Frank Henning, und SPD-Ratsfrau Kerstin Lampert-Hodgson die Schwerpunkte ihrer Tätigkeit vor. Während Wölken naturgemäß den Schwerpunkt auf Europa setzte, betonte Henning die Wichtigkeit des Automobilstandorts Osnabrück für die Stadt. Lampert-Hodgson verwies wie schon Pistorius auf die Wichtigkeit als Partei geschlossen aufzutreten. Im Anschluss ließen die Anwesenden den stimmungsvollen Abend bei Getränken und Häppchen und vielen Gesprächen in kleineren Runden ausklingen.