Osnabrücker SPD verurteilt NPD-Propaganda

Große Tauschaktion in Osnabrück gestartet In den vergangenen Tagen hat die NPD an Haushalte in Osnabrück Postkarten unter der Überschrift "Asylbetrug macht uns arm" verteilt. Die Postkarte soll suggerieren, dass es gute und schlechte geflüchtete Menschen gäbe und Geflüchtet nur nach Deutschland kommen würden, weil es einen finanziellen Anreiz gäbe. Die Osnabrücker SPD verurteilt diese billige und fremdenfeindliche Werbung auf Kosten der notleidenden Geflüchteten scharf.

„Wir wollen Menschen, die vor Krieg und Bürgerkrieg, Not und Verfolgung Schutz für sich und ihre Kinder suchen, helfen statt ausgrenzen. Diese Hilfe gebieten uns Anstand, Humanität und auch unser Grundgesetz. Deutschland insgesamt ist nicht nur wirtschaftlich stark, sondern auch von großer Mitmenschlichkeit geprägt. Es ist daher beschämend, dass mit der Aktion der NPD suggeriert wird, Deutschland könne sich diese Hilfe nicht leisten“, so Antje Schulte-Schoh, Vorsitzende der Osnabrücker SPD.
Die Osnabrücker Sozialdemokraten wollen der Propaganda der NPD mit einer Tauschaktion entgegentreten. Jeder, der den genannten NPD-Flyer mit einem kurzen Statement, warum er Geflüchtete willkommen heißt, an die SPD Osnabrück schickt, kann ein Fahrt nach Straßburg zum Europäischen Parlament oder eine Bundestagsfahrt nach Berlin für jeweils zwei Personen gewinnen. Die Fahrten werden vom SPD-Europaabgeordneten Matthias Groote und SPD-Bundestagsabgeordneten Rainer Spiering zu diesem Zweck zur Verfügung gestellt.
Schulte-Schoh: „Wir wissen aber, dass – gerade in der Friedensstadt Osnabrück – die überwältigende Mehrheit der Menschen dem dumpfen Hass mit Offenheit, Respekt und Hilfsbereitschaft gegenübersteht. Allen Osnabrückerinnen und Osnabrückern, die sich auf irgendeine Weise für die geflüchteten Menschen einsetzten, danken wir. Auch als kleines Dankeschön für diese Menschen haben wir uns die Tauschaktion ausgedacht.“

Adresse für Einsendungen:
SPD Osnabrück
Stichwort: refugees welcome
Lengericher Landstraße 19b
49078 Osnabrück.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mitglieder der NPD dürfen nicht teilnehmen.

Der Unterbezirksvorstand wird in den kommenden Monaten vermehrt interaktive Stände in den unterschiedlichen Stadtteilen aufbauen und gemeinsam mit den BürgerInnen diskutieren und deren Ideen aufnehmen.