Studiengebühren durch die Hintertür: Frank Henning widerspricht der Forderung nach einem „Soli“ für die Hochschulen

Die Forderung des Präsidenten der Hochschule Osnabrück und Vize-Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz, Prof. Dr. Andreas Bertram, nach einem „Soli“ für Hochschulen stößt bei Frank Henning, SPD-Landtagsabgeordnetem aus Osnabrück, auf große Ablehnung. „Ein Solidarbeitrag von 1000 Euro pro Studierendem und Semester, wie Prof. Dr. Bertram ihn fordert, und von dem in jedem Semester 250 Euro vom Studierenden getragen werden, ist nichts anderes als eine Studiengebühr durch die Hintertür.

Ein solches Modell halte ich für völlig falsch“, so Frank Henning.

„Die rot-grüne Landesregierung hat gerade erst die längst überfällige Abkehr von den Studiengebühren umgesetzt. Den Hochschulen sind dadurch keine Nachteile entstanden, da das Land die wegfallenden Gebühren vollständig ausgleicht“, erläutert Henning. „Die Entscheidung, die Studiengebühren abzuschaffen, ist gerade deshalb wichtig, weil sie mehr Gerechtigkeit an den Hochschulen schafft und auch Kindern aus finanziell schwächer gestellten Familien ein Hochschulstudium ermöglicht. Jetzt, wo dies endlich erreicht ist, einen neuen Beitrag einzuführen, der die Studentinnen und Studenten mit 250 Euro pro Semester belastet, würde die Abschaffung der Campus-Maut ad absurdum führen“, so Henning weiter. „Abgesehen davon ist der Hochschulstandort Osnabrück bezogen auf die Bausubstanz gut aufgestellt. Ich denke da zum Beispiel an die Investitionen in den Wissenschaftspark, an den Neubau der Mensa der Hochschule und an das neue Hörsaalgebäude von Hochschule und Uni Osnabrück an der Barbarastraße. Aber auch zukünftige Investitionen in Gebäudesanierungen der Uni und der Hochschule dürfen nicht auf die – oft genug ohnehin schon nicht sehr vollen – Geldbeutel der Studierenden verlagert werden. Studiengebühren sind und bleiben hochschulpolitisch rückwärtsgewandt und es ist gut und richtig so, dass Rot-Grün diese abgeschafft hat“, schließt Henning.