„SPD-Ratsfraktion erklärt sich solidarisch mit den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern der AMEOS-Klinik““

SPD-Ratsfraktion spricht mit ver.di-Vertrauensleuten in AMEOS-Klinik „Der Verkauf des Landeskrankenhauses Osnabrück an die AMEOS Unternehmensgruppe im Jahr 2007 durch die damalige CDU-FDP-Regierung unter Christian Wulff, zeigt bis heute seine negativen Folgen. Nicht nur, dass damals schon der Landesrechnungshof den viel zu niedrigen Kaufpreis bemängelte, die Klinik folglich weit unter Wert verkauft wurde,

auch die Arbeitsbedingungen und Sozialstandards der ca. 850 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wurden und werden seitdem sukzessive verschlechtert“, zeigen sich Frank Henning, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion, und Jens Martin, Vorsitzender der SPD in Osnabrück, empört.

„Es kann nicht sein, dass die Klinikleitung bis heute keinen Tarifvertrag für die Beschäftigten der AMEOS-Klinik unterschreiben will. Hier wird eindeutig auf Zeit gespielt, was selbstverständlich bei den Beschäftigten zu großer Verunsicherung und Angst führt. Ein Klinikverbund (Osnabrück und Hildesheim), der alleine im Jahr 2012 ca. 7,5 Millionen Euro Gewinn gemacht hat, muss seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch anständig und tarifrechtlich angemessen entlohnen“, fordern Henning und Martin gemeinsam.

„Wir fordern auch eine Reduzierung der Leiharbeit und die Aufstockung des Personals mit Fachkräften. Viele Tätigkeiten im Pflegebereich der AMEOS-Klinik werden nach unseren Informationen von 450 €-Kräften, Studenten oder FSJlern ausgeführt. Dies zeigt deutlich, dass vor allem am Personal gespart werden soll. In einem der wichtigsten Berufsbereiche, nämlich bei der Gesundheit und Pflege, darf man sich nicht kaputt sparen. Jeder von uns möchte im Fall der Fälle gut versorgt werden, dass muss auch AMEOS verstehen“, so Henning und Martin.

Die SPD-Ratsfraktion zeige sich sehr besorgt über die Entwicklungen in der AMEOS-Klinik, betonen Frank Henning und Jens Martin. Immer wieder werde seitens der Klinikleitung subtiler Druck auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgeübt. So werden z.B. die Beschäftigten zu Notdiensten während eines Streiktages mit dem Hinweis eingeteilt, dass man rechtlich verpflichtet sei, Notdienst zu leisten. Das sei aber schlichtweg falsch, verdeutlichen Henning und Martin. „Hier wird mit den Sorgen und Ängsten der Beschäftigten gespielt und bewusst eine Unwahrheit verbreitet. So kann man mit den Beschäftigten nicht umgehen!“, machen Henning und Martin den Standpunkt der SPD-Fraktion deutlich.

„Die SPD im Rat und der Stadt Osnabrück erklärt sich ausdrücklich solidarisch mit den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern der AMEOS-Klinik. Wir werden die weitere Entwicklung der AMEOS-Klinik ganz genau beobachten und immer wieder intervenieren, wenn wir sehen, dass die Arbeitnehmerrechte untergraben oder die Qualität der Patientenbetreuung reduziert werden sollen“, erklären Henning und Martin abschließend.