Jusos besuchen Rollstuhl-Parcours des Osnabrücker Behindertenforums

Der Osnabrücker SPD-Ersatzkandidat zur Wahl des Europäischen Parlaments am 25. Mai, Tiemo Wölken, besuchte am Dienstag zusammen mit den Jusos Osnabrück den Rollstuhl-Parcours des Osnabrücker Behindertenforums auf dem Rathausplatz. Die Mitglieder des Behindertenforums hatten für vier Tage einen Parcours mit verschiedenen Hindernissen, wie Rampen, einem Sandabschnitt oder eine einfache Eingangstür aufgebaut, die für Ungeübte allerdings eines der schwersten Hindernisse darstellte.

v.l.n.r vorne: Tiemo Wölken, Petra Mathisk
v.l.n.r. hinten: Jenna Schulte, Steffen Klimmeck, Sebastian Kunde, Gerhard Renzel, Helga Stübbe

Nach Beendigung des Paracours, unter fachkundiger Anleitung von Petra Mathiske, Vorsitzende des Behindertenforums, hielt Wölken fest: "Es ist schon beachtlich, welche Leistung Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer jeden Tag im Alltag erbringen. Dieser Parcours verdeutlicht innerhalb weniger Minuten die alltäglichen Hindernisse auch in unserer Stadt, die man als Nicht-Rollstuhlfahrer gar nicht wahrnimmt".
Sebastian Kunde, Sprecher der Osnabrücker Jusos ergänzt: "Leider gibt es auch in Osnabrück noch viele Wege und Einrichtungen, die für Menschen mit Behinderungen nicht geeignet sind". Im Gespräch mit den Mitgliedern stellte sich dabei unter anderem heraus, dass insbesondere das Osnabrücker Kopfsteinpflaster ein Hindernis darstellt und der dafür angeschaffte Ballonreifen-Rollstuhl besser zugänglich gemacht werden muss.
Herr Gerhard Renzel vermittelte den Jusos abschließend noch, wie man sich als blinder Mensch durch die Stadt bewegen kann. Dabei stellte er auch eine Smartphone-App vor, die per Sprachanweisungen die Umgebung erklärt. Wölken: "Der heutige Tag war für uns alle sehr lehrreich. Auch mit EU-Geldern werden verschiedene Projekte, wie eine Tür-zu-Tür-Navigation für Sehbehinderte, unterstützt. Die EU kann hier aber noch viel mehr leisten. Gerade die Erfahrungen mit der Verordnung für mehr Barrierefreiheit im Luftverkehr haben gezeigt, dass noch viel für Menschen mit Behinderungen zu tun ist und oftmals auch die Einsicht in Probleme fehlt".
Alle Beteiligten waren sich am Ende einig, dass die erfolgreiche Aktion des Behindertenforums unbedingt wiederholt werden sollte.