Volle Unterstützung für ÖPNV-Offensive

Rot-Grün: Elektromobilität sorgt für mehr Lebensqualität in Osnabrück Die rot-grüne Zählgemeinschaft will die anstehenden Entscheidungen zur Zukunft des Öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) in Osnabrück dafür nutzen, um mit effektiven Maßnahmen die Attraktivität von Bus und Bahn deutlich zu erhöhen. „Wir wollen die Mobilitätsangebote in der Stadt qualitativ verbessern und zugleich die Belastungen durch Lärm, Staub und Abgase verringern.

So schaffen wir mehr urbane Lebensqualität. Unser Maßstab ist das vom Rat verabschiedete Ziel, den Anteil von Bus und Bahn um 20 Prozent zu steigern“, erklären die verkehrspolitischen Sprecher Heiko Panzer (SPD) und Jens Meier (GRÜNE).

Die aktuell vorgelegte Machbarkeitsstudie zur Weiterentwicklung des Nahverkehrsangebots in Osnabrück habe gezeigt, dass die verkehrspolitischen und Klimaschutzziele erreichbar sind. Dazu bräuchte es den Wechsel zu einem emissionsarmen, exklusiven und trassenorientierten System. „Wir sehen im modernen elektrifizierten Oberleitungsbus die Anforderungen erfüllt. Dieser bietet die notwendige Innovation und hat zugleich ein realistisches Investitionsvolumen“, so Panzer. Die Straßenbahn bliebe als Zukunftsoption erhalten. Um die Klimaschutzziele der Stadt zu erreichen, seien auch im Verkehrssektor bis 2050 weitere Anstrengungen notwendig. „Der O-Bus hat keine Emissionen vor Ort und bringt Osnabrück in verhältnismäßig kurzer Zeit ein modernes ressourcenschonendes Verkehrsmittel auf den Hauptachsen unseres Nahverkehrssystem. Diese Achsen sind auch für alle zukünftigen Entwicklungsperspektiven, inklusive schienengebundener Systeme von entscheidender Bedeutung“, erläutert Meier.

SPD und GRÜNE stellen sich zudem hinter das ÖPNV-Beschleunigungspaket, das mit dem Nahverkehrsplan noch in diesem Jahr auf den Weg gebracht werden soll. „Schnellere Fahrtzeiten sind nicht nur für die Fahrgäste attraktiv, sie helfen auch Betriebskosten zu senken und so das Defizit beim ÖPNV beherrschbar zu halten“, so Panzer. „Wir brauchen mehr Vorfahrt für den Bus. An Ampeln, Kreuzungen und bei der Aufteilung des Straßenraums muss noch mehr passieren“, fordert Meier für die GRÜNEN. Die Politiker der Zählgemeinschaft betonten außerdem die Bedeutung der Vernetzung des Nahverkehrs in der Region. Das sei eine Erfolgsgeschichte, biete aber noch Potenziale für eine weitergehende Integration. Zusätzlich wolle rot-grün im Nahverkehrsplan das OS-Bahn Konzept zu einer Regio-S-Bahn weiter entwickeln. „Die neue Landesregierung will mehr in den Schienennahverkehr investieren. Das passt, denn wir wollen weitere Bahnhalte in Stadt und Region sowie die Reaktivierung der Tecklenburger Nordbahn und den 30 Minuten Takt beim Haller Willem. Wenn NRW und Niedersachsen dafür grünes Licht geben, dann wäre das ein Riesenfortschritt für unsere Region“, so die beiden abschließend.