„Bundesregierung agiert mittelstandsfeindlich“

Besteuerung von Handwerkern: Frank Henning will Schlechterstellung verhindern - Die aktuelle Absicht der Bundesregierung, die steuerliche Absetzbarkeit von Handwerksleistungen in Frage zu stellen, stößt auf entschiedenen Protest von Frank Henning, Vorsitzender der Osnabrücker SPD-Ratsfraktion und Landtagskandidat: "Damit agiert die Bundesregierung eindeutig mittelstandsfeindlich."

"Die Botschaft aus Berlin wird auch bei uns in Osnabrück als Missachtung ehrlicher Handwerker gesehen“, ist sich der SPD-Sprecher sicher.

Hintergrund: Die CDU-FDP-Bundesregierung lässt derzeit die genannten handwerksfreundlichen Regelungen überprüfen. Die wiederum sind laut Henning unter SPD-Regierungsverantwortung eingeführt worden. Seither könnten Kunden für korrekt abgerechnete Handwerkerleistungen bis zu 6000 Euro pro Jahr zu 20 Prozent von ihrer Steuer absetzen. "Hiesige Handwerker", so Henning, "haben mir berichtet, dass dies auch in Osnabrück zu vollen Auftragsbüchern und zufriedenen Kunden geführt hat. Die Überlegungen der Bundesregierung sind auch deshalb dumm, weil die Regelung, dass man 20 Prozent bei der Einkommensteuer erstattet bekommt, erfolgreich die Schwarzarbeit bekämpft und den Umsatzsteuerbetrug eindämmt, weil man auf diese Weise bei der Einkommensteuererklärung faktisch die gezahlte Mehrwertsteuer erstattet bekommt", berichtete der SPD-Sprecher. Mit Bangen, so Henning, warteten deshalb örtliche Handwerksbetriebe mit ihren zahlreichen Beschäftigten auf ein Gutachten, das die Bundesregierung mit zweifelhaften Zielsetzungen eingefordert habe.