Aktion der AG 60plus zum Thema Altersarmut

Die AG 60plus stellt das Thema Altersarmut in den Vordergrund: Auf einer Wand mit verschiedenen Tafeln will die Arbeitsgemeinschaft auf dieses Thema aufmerksam machen und entsprechende Gespräche führen. "Wir können nicht akzeptieren", so der Kreisvorsitzende Jürgen Knut, "dass in Deutschland jeder vierte Arbeitsplatz von "Einkommensarmut" geprägt ist".

Die Tendenz zu Leiharbeit, Mindestlöhnen, Arbeit innerhalb von Werk- und Befristungsverträgen sowie Praktikumstätigkeiten steige weiter deutlich an. Im letzten aktuellen Armutsbericht 2012 sei das sehr deutlich herausgearbeitet worden. Nicht nur ungleiche Entlohnung auch psychischer Druck und ständige Verfügbarkeit zählen zu den alltäglichen Erfahrungen in einer Arbeitswirklichkeit, die Einkommensarmut schafft und damit auch keine Perspektiven für ein Auskommen im Alter sichert.

Die Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt zeigten deutlich, dass eine an den Menschen orientierte Wirtschaftsentwicklung einen Kompass und arbeitspolitischen Rahmen braucht. "Es muss Recht und Ordnung auf dem Arbeitsmarkt herrschen. Bevor wir über Maßnahmen in den Jahren 2020 und danach reden, müssen Menschen heute mit ihrer Arbeit und über ihre Arbeit ein auskömmliches Leben führen können", so Knut abschließend.