Wir sollten aufeinander zugehen

SPD-Senioren eröffnen Ausstellung über Ehrenamtsarbeit älterer Zuwanderer. - Alter und Einwanderung, in der öffentlichen Wahrnehmung werden diese Merkmale dem Rand der Gesellschaft zugeschrieben.

Arbeitsgemeinschaften
Stadt und Landkreis Osnabrück

Mangelnde Sprachkenntnisse und fehlende kulturelle Verwurzelung führen zu einem zurückgezogenen Leben älterer Migranten und Migrantinnen in Deutschland, so eine weit verbreitete Annahme, die sich nicht zuletzt durch den jetzt aktuell vorgestellten Integrationsbericht der Bundesregierung auch mit Fakten unterstreichen lässt. Das dies auch anders sein kann, zeigt eine Berliner-Ausstellung der Friedrich-Ebert-Stiftung "Bürgerschaftliches Engagement – Zuwanderung – Alter", die jetzt die SPD Arbeitsgemeinschaft 60plus Osnabrück-Stadt und Osnabrück-Land im Gewerkschaftshaus Osnabrück zeigt.

Auf Plakattafeln wird die Geschichte von 20 älteren Menschen mit Zuwanderungsgeschichte dargestellt, die mitten in unserer Gesellschaft leben und sich mit viel Tatkraft ehrenamtlich engagieren. Aus den unterschiedlichsten Ländern kommend, bringen sie sich bürgerschaftlich in den verschiedensten Bereichen mit jeder Menge Tatkraft und Herzblut ein. Da ist zum Beispiel der Türke Ahmet-Baki Emeklier der sich gewerkschaftlich engagiert oder beispielweise Zubaida Mohammed, die in einer Pflegeeinrichtung das Freizeitangebot für ältere Menschen mitgestaltet. Unter anderen präsentieren sich weiter: William A. Angáni, engagiert im Gemeindekirchenrat, Blashka Brechel als Beraterin in einem Arbeitslosenzentrum und Lorenzo Gagliardi als Fußballtrainer für Jugendliche.

Wir haben diese Ausstellung auch nach Osnabrück geholt, um an konkreten Beispielen zu zeigen, dass zugewanderte Senioren/innen in unserer Gesellschaft eingeladen sind, sich aktiv in vielerlei Formen in das Gemeinwohl mit einzubringen. Natürlich ist uns auch klar, so die SPD Arbeitsgemeinschaft 60plus, das die ehrenamtlichen Gruppen und Initiativen für ein solches Engagement auch entsprechende Rahmenbedingungen – sprich geöffnete Türe – vorfinden müssen.

Wir würden uns freuen, so die Seniorenarbeitsgemeinschaft, wenn diese Ausstellung in der Region Osnabrück Anstöße und Anregungen in Gang bringt. Die Ausstellung ist im Treppenhaus des Osnabrücker Gewerkschaftshauses. August-Bebel-Platz 1, im Rahmen der Geschäftszeiten bis zum 14. März zu besichtigen.

Zur Ausstellungseröffnung wird Sabina Ortland eine kurze Einführungsrede halten.

Termin:
Freitag, 2. März 2012, 14:00 Uhr
Foyer des Gewerkschaftshauses
Osnabrück, August Bebel Platz 1