SPD besucht Osnabrücker Volkshochschule

Am 13. Januar 1902 wurde die erste deutsche Volkshochschule im Roten Rathaus in Berlin gegründet. Anlässlich des 110-jährigen Jubiläums der Volkshochschulen in Deutschland tagte die Osnabrücker SPD in der Volkshochschule Osnabrück, die 17 Jahre später im Jahr 1919 gegründet wurde.

Dr. Carl-Heinrich Bösling, Leiter der Osnabrücker Volkshochschule, empfing den SPD-Vorstand und stellte die langjährige, nicht immer gradlinig verlaufende aber spannende und erfolgreiche Entwicklung der Volkshochschule von 1919 bis heute vor. Das Programm der VHS umfasst heute mehr als 1000 Kursangebote pro Semester. Von Alphabetisierungs-Kursen, die vor 27 Jahren begonnen wurde, über Philosophie-Kurse bis zum Hauptschulabschluss sei die Osnabrücker VHS sehr gut und breit aufgestellt, hielt Dr. Bösling in seinem kurzweiligen Einstiegreferat fest.
In der abschließenden Diskussion wurden Probleme der VHS diskutiert. Angesprochen wurde die zum Teil akute Raumnot oder der immer größerer werdende bürokratische Aufwand, der viel Zeit in Anspruch nehme, welche dann bei der Bildungsarbeit fehle. Hier bestehe sowohl auf Landesebene aber auch auf kommunaler Ebene Handlungsbedarf, damit die VHS auch in Zukunft ein gutes Angebot bei günstigen Kursgebühren anbieten kann.
Die SPD-Mitglieder zeigten sich beeindruckt vom Engagement der vielen Kursleiter, die mit viel Herzblut ihrer Tätigkeit nachgingen. „Und das bei nicht gerade fürstlicher Entlohnung“, so Jens Martin, Vorsitzender der SPD.
Martin abschließend: „110 Jahre Volkshochschulen in Deutschland, das ist ein Anlass, die Aktualität der ursozialdemokratischen Idee vom ‚Aufstieg durch Bildung‘ hervorzuheben. Das Angebot VHS in Osnabrück ist ein zentraler Baustein, nicht nur der Erwachsenenbildung, der aus dem Bildungswesen in Osnabrück nicht mehr wegzudenken ist.“