Jusos begrüßen Einführung einer öko-sozialen Beschaffung in Osnabrück

Die Osnabrücker Jusos begrüßen den Beschluss des Osnabrücker Rates vom Dienstag in Osnabrück ein öko-soziales Beschaffungswesen einzu-führen und zukünftig soziale, ethische und ökologische Gesichtspunkte bei öffentlichen Ausschreibungen zu berücksichtigen. Der gefasste Beschluss verpflichtet die Stadt in Zukunft unter anderem bei der Beschaffung die IAO-Kernarbeitsnormen zu berücksichtigen und auf nachhaltige Produkte und Dienstleistungen zurückzugreifen.

Den Jusos ist die Berücksichtigung dieser Kriterien wichtig, weil der Faire Handel Produzenten in Entwicklungsländern unterstützt und ihnen eine menschenwürdige Existenz aus eigener Kraft ermöglicht.
Die Jusos hatten vor einem Jahr auf ihrer Jahreshauptversammlung beschlossen, sich für mehr fair gehandelte Produkte in Osnabrück stark zu machen. „Wir haben unsere Forderung dann im SPD-Kommunalwahlprogramm unterbringen können und freuen uns daher sehr, dass innerhalb von fünf Monaten eine unserer zentralen Forderun-gen umgesetzt wurde“, so der Juso-Vorsitzende Tiemo Wölken. Die Jusos haben auch die Erarbeitung des Antrages in die Hand genommen und einen Vorschlag in die SPD-Fraktion eingebracht. „Dieser Vorschlag wurde mit wenigen Änderungen übernommen und wurde so nun von der rot-grünen Ratsmehrheit angenommen“, ergänzt Knud Hendricks, der den Antrag inhaltlich begleitet hat.
Kein Verständnis haben die Jusos für die ablehnende Haltung von CDU, FDP und den anderen Parteien. Aus ihrer Sicht, haben sie die Chance vertan, dass die Friedensstadt Osnabrück ein klares Zeichen für mehr Gerechtigkeit setzt und eine Vorreiterrolle in Deutschland im Bereich der öko-sozialen Beschaffung einnimmt.
Wichtig ist den Jusos die bisherigen Anstrengungen in Osnabrück nicht zu schmälern. Osnabrück trage den Titel „Fairtrade-Stadt“ zu Recht. „Aber in diesem wichtigen Bereich, kann und muss mehr getan werden, wie die Zustimmung von SPD und Grünen deutlich zeigt“, so Wölken und Hendricks abschließend.