Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA)
Vorsitzende: Johanna Lüchtefeld
Waldstr. 52
49124 Georgsmarienhütte
Tel.: 05401-6570
E-Mail: hanna.L13@web.de
Hauptanliegen:
Das Leitmotiv unserer politischen Arbeit ist zugleich einfach, knapp und klar: Für Arbeit und soziale Gerechtigkeit! - Für diese beiden Ziele setzen sich Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten seit über 140 Jahren ein. Beides ist zugleich sehr aktuell. Die Arbeitslosigkeit ist in den letzten 20 Jahren fast stetig gestiegen. Wir wollen dieses Problem nicht einfach hinnehmen. Denn Erwerbsarbeit entscheidet für die allermeisten Menschen gleichzeitig über das Maß der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Unser vorrangiges Ziel bleibt daher der Abbau der Massenarbeitslosigkeit und die Schaffung neuer, sozial abgesicherter Arbeits- und Ausbildungsplätze.
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Pressemitteilungen der AfA:
AG für Arbeitnehmerfragen diskutiert Gesundheitsförderung (20.04.2011)
In Zeiten von plötzlichen ökonomischen Krisen und ebenso plötzlichen Boomphasen bleibt auch die Arbeitswelt und ihre Strukturen nicht unberührt von Veränderungen. Aus Angst um den Arbeitsplatz und Kurzarbeit folgen volle Auftragsbücher und Überstunden. Flexibilität ist das A und O und die Belastungen am Arbeitsplatz steigen.
Nicht ohne Grund steigen psychische Erkrankungen heute laut vieler Untersuchungen deutlich an. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl um 13,5 Prozent erhöht. Immer mehr Menschen fehlen am Arbeitsplatz, weil sie unter Depressionen und anderen psychischen Krankheiten leiden. Insgesamt scheint weder die Gesellschaft, noch die Personalbüros die Entwicklungen einer ständigen Arbeitsverdichtung und deren Auswirkungen wirklich ernst zu nehmen, so die AfA-Vorsitzende Johanna Lüchtefeld in der Eröffnung der 2. Betriebs- und Personalrätekonferenz der SPD Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA).
Mit detaillierten Ausarbeitungen umriss der Referent Stefan Weis (Arbeits- und Gesundheitsschutz beim Hauptvorstand der Industriegesellschaft – Bergbau, Chemie, Energie das Thema. Die dramatische Zunahme psychischer Erkrankungen muss dazu führen das Thema „Gesundheitsförderung“ insgesamt aus der Nische von einigen Spezialisten herauszuholen. Schon seit längerer Zeit ist erkennbar, dass die bisher gepflegte Firmenphilosophie, insbesondere ältere Arbeitnehmer, mit Vorruhestandsregelungen durch junge Kräfte zu ersetzen, nicht mehr funktioniert. Insgesamt bekommt das Thema Gesundheitsschutz und Gesunderhaltung gravierenden Einfluss auf den Erhalt unseres Wirtschaftsstandortes Deutschland. „Wir nehmen zur Kenntnis, dass heutzutage Arbeit viel höher verdichtet ist, dass von den Beschäftigten mehr Flexibilität gefordert wird und die Angst um den Arbeitsplatz als Ergebnis zunehmender Ökonomisierung und Liberalisierung von den Menschen als neue Belastung erkannt wird“, so Stefan Weis wörtlich. Egal, ob wir den Blick auf industrielle Produktion, die private Dienstleistung oder den öffentlichen Dienst lenken, die Entwicklungen seinen ähnlich. Der Blick auf die von den Krankenkassen erstellten Statistiken der Fehlzeiten zeigen, dass psychische Diagnosen in der Vergangenheit kaum auftauchten, sich diese aber im Zeitraum von nur einer Generation mehr als verfünffacht hat. Dieser Entwicklung können und dürfen wir nicht weiter tatenlos zusehen, forderte der Referent Politik und Gewerkschaften auf, hier nach Lösungen zu suchen.
Betriebs und Personalräte zeigten in der weiteren Diskussion aus ihrer Sicht die Situation und das Umfeld tatsächlicher Arbeitsbedingen auf. Dabei wurde auch - trotz einer erheblich gestiegenen öffentlichen Akzeptanz - die immer noch hohe Dunkelziffer verheimlichter Krankheitsverläufe angesprochen. Wie viele Arbeitnehmer an Anfangssymtomen, wie Schlafstörungen und ähnlichen Krankheitsbilder selbst herumdoktern, so ein Teilnehmer, sei undurchschaubar.
Es gibt erheblichen Gestaltungsbedarf auf dem Weg zu „Guter Arbeit“ so Johanna Lüchtefeld in ihrem Schlusswort. Für uns, so fasste sie die Diskussionsergebnisse zusammen, heißt das, dieses Thema auf der Tagesordnung zu halten und in der Partei weiter voranzutreiben.


















